Gruppe

Mitglieder der Forschungsgruppe HFE2H von links: Dr. Mattias Wille, Peter Rasche, Sabine Theis, Tobias Seinsch, Christina Bröhl und Dr. Alexander Mertens

Wer sind wir?
Die Nachwuchsgruppe Human Factors Engineering and Ergonomics in Healthcare forscht an zielgruppenspezifischen Benutzungsschnittstellen für telemedizinische Systeme und Dienstleistungen, die dabei unterstützen, ältere und sehr alte Personen in die gesundheitliche Versorgung zu integrieren. In der interdisziplinären Forschungsgruppe arbeiten Forscher aus:

  • den Ingenieurwissenschaften,
  • der Soziologie,
  • der Psychologie,
  • der Informatik und
  • der Medizin

Ziele
Unser Ziel ist es, dass Menschen längerfristig selbstbestimmt und unabhängig in ihrer gewohnten häuslichen Umgebung leben können. Im Besonderen möchten wir die Therapietreue und Akzeptanz bei der Integration telemedizinischer Systeme und Dienstleistungen in die Gesundheitsprozesse mittels alternsgerechter Benutzungschnittstellen steigern. Dabei ist unsere Aufgabe, fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse zur Benutzung und Bedienbarkeit von moderner und telemedizinischer Technik unter Berücksichtigung des fortschreitenden Alter des Benutzers zu sammeln.

Motivation
Bis zum Jahr 2050 werden nach Prognosen des Statistischen Bundesamts ca. 23 Millionen Menschen über 65 Jahre und etwa 10 Millionen Menschen zwischen 65 und 75 Jahren in Deutschland leben. Diese veränderten Altersstrukturen stellen die häusliche Nachsorge vor große Herausforderungen. Diesen kann mit telemedizinischen Systemen begegnet werden. Bisher werden telemedizinische Systeme in Deutschland in der Regelversorgung nicht flächendeckend und lediglich für bestimmte Indikationen, z. B. bei Patientinnen und Patienten mit Herzschrittmachern, eingesetzt. In zahlreichen Pilotprojekten konnte jedoch nachgewiesen werden, dass sich die Systeme positiv auf die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten auswirken und bei verschiedenen Krankheitsbildern wirksam sind. Darüber hinaus könnten sie Kosten senken. Dass telemedizinische Systeme bisher nicht breit in der Praxis etabliert sind oder Anwendung finden, liegt neben zahlreichen hemmenden
organisatorischen und rechtlichen Rahmenbedingungen vor allem daran, dass die Gebrauchstauglichkeit für ältere Menschen oftmals nicht ausreicht.